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Durchfall

Durchfall

Als Durchfall („Diarrhö“) definiert man vermehrte Entleerungen des Darmes (mehr als ca. 3 x pro Tag) mit gleichzeitig erhöhtem Stuhlvolumen und in meist breiiger bis flüssiger Beschaffenheit. Obwohl diese lästige Erkrankung meist rasch abklingt, belastet sie den Körper durch den starken Wasser- und Mineralstoffverlust – dieser kann für Senioren und Kleinkinder sogar ausgesprochen gefährlich werden. Häufige Begleiterscheinungen akuten Durchfalls sind Bauchschmerzen oder -krämpfe, Übelkeit, Erbrechen und unter Umständen auch Fieber.

Wie entsteht Durchfall?

Die riesige Oberfläche der Darmschleimhaut kann z. B. durch Bakterien, Keime oder Allergene zu einer vermehrten Abgabe von Flüssigkeit angeregt werden bzw. durch eine beschleunigte Darmbewegung an der Wiederaufnahme von Flüssigkeit gehindert werden. Dadurch kann es zur vermehrten Stuhlentleerung und in der Folge auch zu einem gefährlichen Flüssigkeitsverlust kommen.
Eine Diarrhö kann verschiedenste Ursachen haben. Neben Infektionen, Keimen oder Allergien können z. B. auch Ernährungsfehler (verdorbene Lebensmittel, unreifes Obst, ungewohnte Kost), Verdauungsschwäche, Klimaumstellungen, der Aufenthalt in einem anderen Land oder psychische Faktoren der Auslöser sein.

Was muss ich beachten?

Vor allem bei Kleinkindern und Senioren kann der starke Verlust an Flüssigkeit und Mineralstoffen (Elektrolyte) bis zur lebensgefährlichen Austrocknung oder einem Kreislaufschock führen. Nehmen Sie eine Diarrhö deshalb nicht auf die leichte Schulter, und gehen Sie im Zweifelsfall lieber zum Arzt. Für kleine Kinder ist ein Arztbesuch unumgänglich!

Wie kann ich Durchfall vorbeugen?

Gegen den Angriff durchfallauslösender Bakterien, Viren, Keime oder Allergene hilft in erster Linie ein intaktes Immunsystem. Ernähren Sie sich gut, treiben Sie Sport und tun Sie alles, was die Gesundheit und Abwehrkräfte fördert. Psychische Belastungen sollten vermieden werden. Achten Sie darauf, was Sie essen. Es sollten keine Lebensmittel mit abgelaufenem Mindesthaltbarkeitsdatum verzehrt werden, Obst oder Gemüse sollten vorher gewaschen werden. Gerade in der warmen Jahreszeit können Lebensmittel (z. B. Eier, Fleisch) schnell verderben, wenn man sie nicht im Kühlschrank aufbewahrt.
Zur Vorbeugung empfiehlt sich außerdem, die Darmflora mit Laktobazillen oder anderen positiven Keimen der Darmflora zu stabilisieren (z. B. durch Milchsäurebakterien, die in Joghurt und Molke enthalten sind).
Um auf Reisen nicht zu erkranken, kann man einiges tun: Mineralwasser oder abgekochtes Wasser (2 bis 3 Minuten) statt Leitungswasser trinken, nichts Eisgekühltes und keine Eiswürfel zu sich nehmen, nur geschältes Obst essen, abgepacktes Eis und frische Salate meiden. Kleinkinder schützt man auf Reisen am besten, indem nur Fertignahrung verwendet wird.

Was kann ich bei Durchfall tun?

Bei einer Diarrhö sollte vor allem eine Entlastung des Magen-Darm-Traktes durch Diät im Vordergrund stehen. Reis- oder Haferschleim sind bereits für Säuglinge sehr leicht verdaulich und führen die wichtige Glucose zu. Reichlich Tee (z. B. warmer Fenchel-, verdünnter Schwarz- oder Kamillentee) mit 1 TL Traubenzucker pro 100 ml gesüßt oder Mineralwasser füllt die verlorene Flüssigkeit wieder auf. Eine Prise Salz in den Tee sowie Salzstangen ergänzen das vermehrt ausgeschiedene Chlorid und Natrium. Appetitlosigkeit ist unbedingt zu respektieren.
Von stopfenden Mitteln ist abzuraten, da sie das Verbleiben der Krankheitskeime im Darm verlängern. Als Hilfe bietet sich Apfelpektin an, das Gifte im Darm bindet und den Stuhl festigt. Das Keimwachstum wird gehemmt und die Darmbewegung normalisiert – es kommt zur schnellen Abheilung. In Verbindung mit entzündungshemmendem, krampflösendem Kamillenextrakt lindert Apfelpektin die unangenehmen Begleiterscheinungen des Durchfalls. Diese bewährte Kombination steht als rein pflanzliches Arzneimittel (siehe Diarrhoesan®) zur Verfügung.
Kleiner Aufbauplan bei akutem Durchfall:
1. Tag: Reichlich Tee mit Traubenzucker, Salz oder spezielle Elektrolyt-Getränke, wenig Reis- oder Haferschleim (nur bei Appetit).
2. Tag: Weiter viel Flüssigkeit, Reis- oder Haferschleim, bei Verträglichkeit Karottengemüse, für ältere Kinder auch Banane, eingeweichter Zwieback.
3. Tag: Fortsetzung wie oben, bei Durchfall-Besserung und wenn nicht mehr erbrochen wird: Milch bzw. bei älteren Kindern weitere Nahrungsmittel.

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